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Startseite > Logbuch > 29.06.2016 - Zukunftsmusik
In ihrem Stamm dreht sich alles um den Fischfang. Der Fisch ermöglicht den Menschen eine sichere Mahlzeit. In der Sonne getrocknet verkaufen sie ihn über eine Kooperative. Bis hinein in das weit entfernte Kongo wird er dann exportiert. Mit dem Einkommen können sie sich die Schulgebühren für ihre Kinder oder Maismehl zur Ergänzung ihres Essens leisten.

Doch der Fisch in diesem Jahr ist sehr wenig, klagt Erik, Makwekwes Bruder. Normalerweise fängt er im Monat Juli bis zu 60 Fische pro Tag, heute waren es wie die anderen Tage auch keine zwanzig. Die Hunger-Season, die Zeit in der es wenig zu Essen gibt, hält damit länger an als gewöhnlich. Das ist zum einen durch Überfischung und Nutzung von zu engmaschigen Fischernetzen zu erklären, ein Thema zu dem sämtliche NGOs, die wir hier zahlreich antreffen, arbeiten. Zum anderen, so erklärt uns später Andrew von Friends of Lake Turkana, durch eine extreme Dürre in Äthiopien und der Befüllung von Gibe-3.

Beides verringert den Zustrom von Wasser in den See, was zudem mit weniger Nahrung für den vorhandenen Fisch einhergeht, die aus dem Omo-River in den alkalischen Wüstensee geschwemmt wird.

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