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Startseite > Logbuch > 08.05.2013 - Ugandas Palmöl
Nach Aussage verschiedener Personen und Medienberichten wird auf Buvuma derzeit aktiv Land aufgekauft und gleichzeitig, wie auf Kalangala, Kleinbauern zum Einstieg in die Palmenöl-Produktion überredet. Auf der Insel werden derzeit große Landflächen in einem hohen Maße „bereinigt“. Insbesondere werden dabei Waldflächen in mehreren Schritten umgewandelt. Zunächst werden von Holzfällern gerade gewachsene Bäume mit Motorsägen gefällt und vor Ort in mehrere Zentimeter dicke Bretter verarbeitet, die sie später auf dem Festland verkaufen. In einem zweiten Schritt bearbeiten andere Personen die minderwertigeren Bäume mit Macheten, um Kleinholz herzustellen. Dieses wird Vorort aufgeschichtet und zu großen Teilen zu Holzkohle verarbeitet. Ein entsprechender Sack hat auf der Insel einen Gegenwert von 15.000 UgSh (ca. 5,- Euro). Vielerorts wurden die freigewordenen Flächen mit Reis oder Mais bepflanzt. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Pflanzen als Übergang ausgebracht werden, da sie nach drei Monaten bereits geerntet werden können und Bidco noch nicht soweit ist, auf Buvuma Ölpalmen anzupflanzen.

Relativ erstaunlich waren die Aussagen der meisten Menschen. Obwohl parallel auf diversen Flächen der Insel Rodungen stattfinden, hat nur ein Arbeiter gesagt, dass die von ihm bereinigte Fläche für Bidco, bzw. der Anpflanzung von Palmenöl gedacht ist. Die meisten Menschen gaben an, dass auf den Flächen die landestypischen Nahrungsmittel angepflanzt werden sollen. Ob dies Unwissen, Desinteresse oder gezielte Desinformation ist, wäre spannend herauszufinden.

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