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Tropentauglich (Teil 2)

08.05.2013 Wir sind zufrieden mit unseren Ergebnissen, als wir die Grenze in Busia zurück nach Kenia nehmen. Auf den Tag genau haben wir einen Monat in Uganda verbracht. Die touristischen Attraktionen, von denen Uganda wirklich abwechslungsreiche zu bieten hat wie Bungee Jumping mit eintauchen in den Nil oder Gorilla Watching haben wir aus Kosten,- Zeit- und Interessensgründen gegen tief gehende Begegnungen mit den Menschen getauscht.

Von Busia aus geht es Richtung Kakamega, von dort aus zum Lake Bogoria. Tausende Flamingos sind in dem alkalischem See auf Nahrungssuche. Wir verbringen eine wundervolle Nacht unter dem tiefschwarzen Sternenhimmel und gönnen uns eine heiße Dusche im Kerzenschein mit Wasser aus den dampfenden heißen Quellen.

Am nächsten Morgen ziehen die Warzenschwein- Zebra- und Affenherden an uns vorbei, wir starten die Lady und nehmen die eigentlich derzeit unbefahrbare Strecke direkt am See. Aufgrund der Regenzeit ist der Seewasserspiegel so hoch gestiegen, dass einige Straßenabschnitte komplett unter Wasser stehen. Wir kommen gut durch, bis kurz vor Seeende. Überraschenderweise treffen wir hier drei Männer von der Road Authority mit einem Land Cruiser an. Sie sind gerade dabei, die Wasserhöhe auf der Straße zu überprüfen. Etwas mehr als kniehoch. Und dann liegt da auch noch ein Baum quer über die Straße. Wir wollen auf keinen Fall die gesamte Strecke zurückfahren, zumal wir gar nicht genug Benzin an Bord haben. Wir bieten den Männern an, die Wasserdurchquerung gemeinsam zu meistern, da diese lediglich 500 Meter von ihrem Ziel entfernt sind und auch keine große Lust auf den Umweg haben.

Gesagt getan hängt der Land Cruiser an der Lady und diese zieht den ohne mit der Wimper zu zucken durch das Wasser. Der querliegende Hartholz-Baum wird mit Machete und Beil zerschlagen und mit dem Bergegurt von der Lady an den Straßenrand gezogen.

Der junge Mann am Ausgangsgate ist doch sehr verblüfft, mit Fahrzeugen aus dieser Richtung hat er die nächsten Wochen nicht gerechnet.

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