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Naivasha

24.02.2013 Wir gehen es dieses Mal langsamer an. Nicht nur mit dem Schrauben und der Anzahl an Projektideen in unseren Köpfen, auch mit dem Alltagsdasein.

Es fühlt sich zwar schon nach dem zweiten Tag in der Hängematte an, als müsse unbedingt jetzt der Kontakt für das Projekt am nächsten Ort stehen, allerdings lässt sich dieses Gefühl schnell aufheben mit einem Kalender, der uns zeigt, dass wir dann doch erst 10 Tage in Kenia sind und es nun wirklich an der Zeit ist, an genau diesem Ort Kräfte für die nächsten Wochen zu sammeln. Also, zurück zur Hängematte...

Naivasha, Camp Canelleys, wieder ein Ort, den wir gut kennen, an dem wir unser Segel aufbauen, unsere neuen Stühle aufklappen und uns freuen, dass uns die Lady ganz ohne Zicken hierher gebracht hat.

Es bleibt natürlich nicht nur bei der Hängematte. Wir besuchen Joseph von der Panda Flower Farm, der Fairtrade Farm, auf der wir 2011 viel Zeit verbracht haben, um ihm die versprochene Kopie von Jonathans Magisterarbeit zu bringen. Er freut sich, uns zu sehen. Wir freuen uns auch, insbesondere weil wir diesen Ort mit viel positiver Energie verlassen können. Neue Projekte, finanziert durch die Prämiengelder, sind entstanden. Ein Computerraum und ein Hühnerprojekt wurden erst vor kurzer Zeit eröffnet. Ein tolles Gefühl diese Fortschritte zu sehen, von denen im vorletzten Jahr noch nicht einmal die Rede war. Den Problemen, dass Entwicklungsprojekte einen unglaublich langen Atem brauchen, lange Implementierungsphasen benötigen, finanzielle Hürden genommen werden müssen und die Bevölkerung aus kulturellen Gepflogenheiten dem Erfolg von kleinen Projekten oftmals im Wege stehen, scheint hier gut begegnet werden zu können.

Am Wochenende füllt sich unser doch sonst sehr ruhiger Campingplatz unter den schattenspendenden Fevertrees mit Zelten und Familien, auf dem in den letzten Tagen lediglich die Affenbande und die bunte Vogelwelt für Aufruhr sorgten.

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