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Sudan

26.01.2010 26.01.2010 Sudan

Gegen 6 Uhr dröhnt die Ansage, die Sonne würde jetzt aufgehen und gleich können wir Abu Simpel sehen, durch die blechernen Lautsprecher. Gegen 10 Uhr laufen wir in den “Hafen” ein. Wir haben viel Zeit im Gegensatz zu den anderen, die ihre Autos heute noch entgegen nehmen dürfen. Diese müssen die Schlacht an der Tür, um den Reisepass und ums Gepäck mitspielen, da die entsprechenden Büromenschen angeblich um 15 Uhr ihre Türen schließen. Wir sitzen auf der Reling, lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und beobachten die Entladung des Schiffes. Diese dauert, wie die Beladung, Stunden.

Entspannt und gespannt gehen wir als letztes von Bord. Wir kommen in eine große Halle und rennen einem Mann namens Maghdi in die Arme. Wir versuchen diesen Armen zu entgehen, denn dieser Mann verlangt für die Abwicklung der Autoeinreiseformalitäten ganze 120 Pfund- 50 davon für seine Nase. Wir lehnen seine Hilfe dankend ab und sind mal wieder die einzigen aus der ganzen Gruppe, die versuchen den Papierkrieg alleine zu führen. Wir schauen uns die Zettel und Stempel der anderen an und meinen selbstbewusst, dass wir das schon hinbekommen... Großes Problem- all unsere Dollar und Eurogeldreserven sowie das Carnet befinden sich im Auto, insofern können wir eh erst morgen zur Tat schreiten. Wir besorgen uns die Aufkleber, die bestätigen, dass unsere Taschen vom Zoll kontrolliert worden sind, von einem gelangweiltem Polizisten, der Touristen als Schmuggler überhaupt nicht in Betracht ziehen würde. Dabei haben alle von uns noch mindestens ein ungeöffnetes Bier in der Tasche... Von den Ägyptern und Sudanesen werden alle Inhalte sorgfältigst über Stunden geprüft. Die Schlange vor der Zolltür zieht sich, die Menschen stehen unter der glühenden Sonne, wir werden an dieser Schlange vorbei geleitet, alle scheinen damit einverstanden zu sein... Von Bodo und Bine (die geplant hatten die Europäische Küste mit ihrem Truck zu fahren und sich dann anscheinend ein wenig verfahren haben siehe www.kuestenforum.de) lassen wir uns nach Wadi Halfa mitnehmen, treffen hier zum Glück, ohne einen Pfund in der Tasche, auf Eva und ihren mexikanischen Freund, die mit dem Rad nach Kenia unterwegs sind. Auf dem Weg zu einem Hotel treffen wir die Motorradfahrer aus England, die erzählen, dass die Tour d Afrique Leute ein Zeltcamp haben. Wir beschließen zu sechst, dort zu übernachten.

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